Vortrag: Warum wir über den Islam nicht reden können

Freitag, 17. Mai, um 20 Uhr im Hörsaal 8, Uni-Hauptgebäude, Am Hof 1

Vortrag von Sama Maani

Wie kommt es, dass wir die Ablehnung des Islam als „rassistisch“ empfinden – nicht jedoch die Ablehnung des Christentums? Dass Ressentiments gegen Menschen aus islamisch geprägten Ländern „Islamophobie“, Ressentiment gegen christliche Nigerianer jedoch nicht „Christentumophobie“ genannt werden? Warum wurden die Demonstranten des arabischen Frühlings in erster Linie als „Muslime“ wahrgenommen, die Gelbwesten in Frankreich aber nicht als „Christen“? Warum reden wir, wenn wir vorgeben über den Islam zu reden, über alles mögliche andere (Terrorismus, Migration, „Integration“) – nur nicht über den Islam? Und: Was hat unser (Nicht-)Reden über den Islam mit unserer eigenen Beziehung zur Religion zu tun?

Sama Maani ist Schrifsteller, Psychiater und Psychoanalytiker. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt unter anderem in der Kritik des Konzepts von kulturellen Identitäten.

Der Vortrag wird vom Referat für politische Bildung des AStA organisiert.

Ausschluss rechter Personen:
Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen, die extrem rechten und/oder rassistischen Parteien, Organisationen oder Szenen angehören bzw. bereits in der Vergangenheit durch rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Handlungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.