Vortrag: Die AfD – Auf dem Weg in einen völkisch-autoritären Populismus?

Dienstag, 12. Dezember, um 20 Uhr im Hörsaal 8, Hauptgebäude der Uni Bonn

Die AfD – Auf dem Weg in einen völkisch-autoritären Populismus?

Entstanden als rechte Anti-Euro-Partei, hat die AfD im Laufe ihres
kurzen Werdegangs einen Wandel hin zu einem völkisch-autoritären
Populismus vollzogen. Ihre Vertreter sitzen mittlerweile im Bundestag
sowie in 13 von 16 Landtagen. Nicht zuletzt das Ergebnis der
Bundestagswahl spricht dafür, dass es der AfD – ähnlich anderen
rechtspopulistisch agierenden Parteien in vielen europäischen Ländern –
gelingen kann, sich längerfristig in der deutschen Parteienlandschaft zu
verankern. Ihre rechten Radikalisierung hat ihr dabei bisher nicht
geschadet – im Gegenteil. Im Wege stehen könnte der AfD allerdings ihr
selbstdestruktives innerparteiliches Konfliktverhalten, das nach der
Bundestagswahl mit den Austritten von Parteisprecherin Frauke Petry und
des NRW-Landeschefs Marcus Pretzell einmal mehr offenkundig wurde. Der
Vortrag nimmt die Situation der AfD nach ihrem für Anfang Dezember
geplanten Bundesparteitag in den Blick, unter besonderer
Berücksichtigung ihres nordrhein-westfälischen Landesverbandes.

Rainer Roeser ist freier Journalist und schreibt unter anderem für das
Internetportal „blick nach rechts“ (www.bnr.de). 2015 veröffentlichte er
zusammen mit Alexander Häusler im VSA-Verlag den Band „Die rechten
,Mut‘-Bürger. Entstehung, Entwicklung, Personal & Positionen der
,Alternative für Deutschland’“. Seither hat er an diversen Studien zur
AfD mitgewirkt, zuletzt an der Untersuchung „Die AfD: Auf dem Weg in
einen völkisch-autoritären Populismus – Eine Zwischenbilanz vor der
Bundestagswahl 2017“, herausgewgeben vom DGB
(https://www.dgb-bestellservice.de/besys_dgb/auswahl.php?artikelnr=DGB10022).

Organisiert von der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend Bonn  (ASJ)